Grundsatzidee und Aufgabe

Frühe Förderung

Vor dem Hintergrund von vielfach bereits im Kleinkind- und Schulkindalter auftretenden Bewegungsmangelerscheinungen, hat sich die Idee einer besonderen frühkindlichen motorischen Förderung entwickelt.

Aufgabe des Sportkindergartens ist es, die frühmotorische Entwicklung von Kindern im Kindergarten- und Vorschulalter zu beobachten, diese durch gezielte Maßnahmen zu fördern und motorischen Fehlentwicklungen vorzubeugen. Durch ein regelmäßiges Bewegungsangebot sollen die Kinder zu einem bewussten Umgang mit ihrem Körper geführt werden.

Dies geschieht im Rahmen einer während des regulären Kindergartenalltags stattfindenden regelmäßigen sportmotorischen Früherziehung. Dieser Ansatz stellt ein innovatives pädagogisches Konzept dar und soll vor allem Kindern zugute kommen, die noch keine ausgeprägten motorischen Defizite haben, da Kinder, bei denen derartige Defizite bereits festgestellt wurden, im allgemeinen in heilpädagogischen Maßnahmen behandelt werden. Vielmehr geht es darum, durchschnittlich entwickelten Kindern verstärkt die Möglichkeit zu geben, ihre natürlichen Anlagen in einer fachlich fundierten Umgebung zu fördern.

Vertrauen gewinnen

Hierzu zählt insbesondere das Vertrauen im Umgang mit dem eigenen Körper, Abbau von Angst und gezielte bzw. differenzierte Unterstützung individueller (sowohl motorischer als auch kognitiver) Voraussetzungen.

Daneben werden individuelle motorische Anlagen eines Kindes spielerisch gefördert. Das soziale Miteinander im wechselnden Rahmen (Kindergartenalltag, tägliche Sportstunde) schafft zusätzliche Möglichkeiten der positiven Umweltbewältigung.

Jeden Tag Bewegung

Im Rahmen eines herkömmlichen Kindergartenaufenthalts erhalten die Kinder ein Mal pro Vormittag eine Sportstunde. Die Dauer der Bewegungseinheit beträgt zwischen 30 und 60 Minuten – so wird die natürliche Belastbarkeitsgrenze der Kinder berücksichtigt.

Die Kinder werden in diesen Stunden durch kindgerechte Geräte zum "sich Bewegen" mit zielgerichteten Bewegungsanweisungen animiert. Die Schulung der motorischen Grundeigenschaften (laufen, springen etc.) unter altersentsprechenden Gesichtspunkten nimmt einen Großteil der Stunde ein.

Ganzheitlicher Ansatz

Während des Sportangebotes werden die Kinder auf ihre Gesamtentwicklung sowie auf ihre motorischen und psychomotorischen Fortschritte beobachtet:

1. Beobachtung und Evaluation der motorischen Frühförderung für die körperliche Gesamtentwicklung des einzelnen Kindes.

2. Beobachtung und Evaluation der Auswirkungen des Sportangebotes auf das Miteinander in der Gruppe, insbesondere Hilfsbereitschaft, Ansätze zur gemeinsamen Konfliktlösung, Abbau von Aggressionspotential.

3. Entwicklung von Beschäftigungsangeboten, die die durch das Sportangebot gewonnene Konzentrationsfähigkeit umsetzt und so auch zur Förderung im kognitiven und kreativen Bereich führen.

Des Weiteren werden Kontakte zu anderen Frühförderstellen hergestellt, um eine Koordination verschiedener Institutionen herbeizuführen.